Tipps zum direkten und indirekten Grillen?

Grillen ist nicht gleich grillen. Bei den unterschiedlichen Grillarten spielt insbesondere die Grilltemperatur eine wichtige Rolle.

Direktes Grillen bei 160 – ca. 300 Grad:

KebabDies ist wohl die bekannteste Art des Grillens in Deutschland, bei der das Grillgut direkt über der Hitzequelle auf den Rost gelegt wird. Dies eigent sich für einfache Speisen mit kurzer Garzeit wie Steaks, Würstchen oder Hamburger. Das scharfe direkte Angrillen hilft zudem die Poren des Grillgutes zu schließen, so dass z.B. für das Anschließende indirekte Grillen der Saft eingeschlossen ist. Manche Gasgrills besitzen spezielle Infrarotbrenner die sich besonders zum scharfen Anbraten von Steaks eigenen.

Indirektes Grillen bei 160 – ca. 200 Grad:

Die indirekte Grillmethode ist insb. in den USA beliebt, erfreut sich aber auch immer größerer Beliebtheit in Europa. Hierbei wird das Grillgut nicht direkt über der Hitze bzw. Glut gegart, sondern bei geschlossenem Deckel indirekt über den Rauch und die warme Luft. Unter dem Grillgut liegt dann meist eine Schale ggf. mit Wasser / Bier in die das Fett & Fleischsaft tropft. Daraus lässt sich übrigens meist noch eine fantastische Soße zaubern. Zum indirekten Grillen eigenen sich Gasgrills und Kohlegrills gleichermaßen, jedoch wird ein Deckel am Grill benötigt, damit die Hitze reflektiert wird und dass Grillgut – ähnlich einem Ofen – von allen Seiten ohne Wenden gleichzeitig gegrillt wird. Durch die längere Garzeit von 1,5 -5h wird das Fleisch von größeren Braten, Rippchen, ganzen Hähnchen usw. besonders weich und zart.

Barbecuen / BBQ bei ca. 90 – ca. 160 Grad:

Diese Grillmethode bei niedrigen Temperaturen ist insb. mit speziellen Grill möglich, bei denen die Feuerbox seitlich angebracht ist Obwohl hier Garzeiten von min. 3h aufwärts eingeplant werden müssen, trocknet das Fleisch nicht aus und ist enorm saftig.

Räuchern / Smokern bei 60 – ca. 90 Grad

Bei dieser zeitintensiven Methode (bis zu 24h) bleiben die Lüftungsklappen geschlossen um eine starke Rauchentwicklung zu erzielen. Neben klassischen BBQ Smokern und Kamadogrills gibt es auch spezielle Räucherschränke.

 

Temperatur für den richtigen Garpunkt beim Grillen ermitteln:

  1. Sehr genau lässt sich die Temperatur mit einem Kerntemperaturfühler ermitteln. Dabei wird eine Sonde in das Grillgut gesteckt, so dass Sie den genauen Garpunkt auch im Kern Ihres Grillgutes bestimmen können. Bei manchen Grill wie z.B. Fire Magic gehört so ein Kerntemperaturfühler teilweise zur Grundausstattung. Ansonsten gibt es Kerntemperaturfühler und Fleischthermometer auch als Grillzubehör.
  2. Viele Grill verfügen heute über ein Thermometer im Deckel. So können Sie anhand des Gewichts von Grillgut und gewählter Temperatur den passenden Gar-Zeitpunkt bestimmen.
  3. Mit der Handprobe können Sie ganz grob die Temperatur des Grills bestimmen. Wenn Sie nach 1-2 Sekunden die Hand wegziehen müssen ist die Hitze so hoch, dass das Grillgut wahrscheinlich verbrennen wird. Mittlere bis hohe Hitze (3-4 Sekunden) passt für die meisten Steaks zum direkten Grillen. 5-6 Sekunden weisen auf eine niedrige bis mittlere Hitze hin und 7-9 Sekunden auf eine niedrige Temperatur die gerade mal zum (lau-)warm halten geeignet ist.
  4. Bei der Druckprobe wird über den Druckwiderstands des Grillguts auf den Garzustand geschlossen. Führen Sie dazu Daumen und Zeige- bzw. Ring- bzw. kleinen Finger zusammen und prüfen Sie am Daumenballen den Druckwiderstand. Sie werden feststellen, dass es sich bei Daumen/Zeigefinger weich, bei Daumen/Ringfinger mittelhart und bei kleinem Finger / Daumen hart anfühlt. Wenn Sie nun die Druckfestigkeit des Steaks damit vergleichen, dann können Sie daraus folgendes ableiten: Daumen & Zeigefinger: ENGLISCH, Daumen & Ringfinger: MEDIUM, Daumen & kleiner Finger: WELL DONE

Bilder: Napoleon Grill

Hinweis: Es handelt sich hier um einen werblichen Artikel für den Shop www.gardelino.de

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